So einfallslos wie dieser Titel: Die "gute" alte Polemik (Schweizer Tagblatt)

Ein weiterer s.g. Faktencheck. Die Art und Weise, wie der Michel auf das Wort "Fakt" eingestimmt wurde, lies schon damals nichts Gutes erahnen, als der Begriff populär gemacht wurde. Tatsächlich scheint alles was unter dem Begriff "Faktencheck" vertrieben wird, journalistischer Sondermüll zu sein. Ich bin kein Journalist. Aber mir fällt das auf. Und solange die Oligarchen das Netz für  inhaltsgenerierende Konsumenten nicht völlig abgeschafft haben, bin ich mir nicht zu Schade, meinen Senf dazu abzugeben.




Worum geht es?

Es geht um diesen Fake-Fakten-Check

Ich empfehle, diesen Artikel vor dem Weiterlesen durchzulesen - zumindest bis zum ersten diskutierten "Fakt". 

Karlchen's Faschisten Meinung dazu: (Ich nehme die Pointe vorweg ^^) 

Follllsch Folllsch Folllsch Ollles Follllsch... Wollt ihrrrrr den totalen Faktencheck?

Vorwort

Einmal mehr bin ich (nicht mehr) enttäuscht (aber kopfschüttelnd).

Nun hat man mal endlich erkannt und beherzigt [8], dass es bei diesen Fragen kein klares ja oder nein gibt. Schön dachte ich. Meine aufblühende Erwartungshaltung hat man dann aber tölpelhaft gleich wieder zu Nichte gemacht, [7] man war sich dann nämlich nicht zu schade, gleich in der ersten Frage zu einem altmodischen 100% falsch zurückzugreifen. Amen. [6]

Ein wahres Wechselbad der Gefühle beim Lesen. (Emotionalisierung ist ja das A+O des neuen Regimeführers.) [5]

Ich hätte ja auch fast schon nach dem ersten "100% falsch" aufgehört zu lesen; habe dann aber doch noch etwas überflogen. Sich zu disqualifizieren, das hat der Fake Check (einmal mehr) aber schon im ersten Absatz geschafft, wo man normalerweise die stärksten Argumente erwarten würde. Deshalb gehe ich nur auf den ersten Teil ein. Für mehr ist mir meine Zeit zu schade. Beim nächsten Faktencheck probier' ich's dann wieder. Sieben mal Sieben und so... Amen.

Meine Kernthese

Wann etwas mit welcher Zuverlässigkeit verifiziert ist, ist genauso eine Streitfrage wie alles und ich vermute mal, die Absicherung der kommenden (Zwangs-) Impfung genauso mangelhaft sein wird, wie die Verifizierung der ersten PCR-Tests. Bhakdi hat sich falsch ausgedrückt, was der Artikel in polemischer Manier aufgreift.

Der Widerspruch

Der Artikel schreibt selber, dass viele Aussagen in Bhakdi's Buch aus der Anfangszeit der Pandemie kam, wo der PCR Test nach eigener Aussage zumindest sehr beschränkt verifiziert gewesen sein dürfte. Das wird ja explizit zugegeben, wenn davon die Rede ist dass der Test laufend optimiert und verifiziert wird.

Was beleuchtet der Fake-Check?

Diese Aussage Bhakdis, der Test wäre nicht verifiziert, als 100% falsch zu titulieren ist eine ziemliche Anmaßung. denn selbst wenn Bhakdi sich zu der aberwitzigen Aussage, (in seinem leicht gebrochenen/schwer akzentbehafteten deutsch) hinreißen hat lassen, dass der Test (gar) ***nicht*** verifiziert ist, hat er wohl gemeint, dass er **** nicht ausreichend**** verifiziert ist und man muss schön bescheuert sein, das für bare Münze zu nehmen - oder Polemiker, wenn man die Formulierung dann auf die Goldwaage legt.

Was war die Kritik? 

Die Kritik war, dass der Test nur auf Virenfragmente anspricht und nicht sicherer genug ist, um von einer reproduktionsfähigen Virenmenge zu sprechen geschweige denn die Fähigkeit den fundamental wichtigen cqct Wert zu benennen. (Was Labore wohl oft selbst nach gut dünken gemacht haben in Anfangszeiten (?) ) Diese (und andere) Punkte wurden u.a. in einer etwa 4 Stunden lang dauernden Folge des "Corona Ausschuss" der Oval Media erörtert. (An der Bhakdi übrigens nicht teilgenommen hat) 

Was macht der Fake-Check daraus?

Von all diesen Kritikpunkten, die im Nachhinein in zusammenhängenden vier Stunden erörtert wurden [4], und die Bhakdi zumindest teilweise in seinen Ausführungen zu Beginn der Pandemie vertrat, ist nur genannter polemischer Ansatz in dem "Fakten" check zu finden. [1]

Zu meinen, ein Wissenschaftler würde von einem "gar nicht verifizierten" Test sprechen, ist schon ziemlich lächerlich, denn irgendwie wird er schon in der Entwicklung verifiziert. Die Kriterien für eine ausreichende Verifizierung dass er von sonst wem anerkannt wird sind wiederum Streitfragen. Diese Kriterien wurden vermutlich genauso tolerant "angepasst" wie die WHO im Vorfeld ihre Definition angepasst hat, wann man von einer Pandemie spricht bzw. zu sprechen hat. [11] Abweichende Ansichten werden nicht toleriert und pauschal als falsch dargestellt.

Hier pocht die Deutungshoheit auf ihren Nimbus. [12]

Kategorisierung

Typische Polemik, bei dem eine Aussage aus dem Zusammenhang gerissen und/oder auf die Goldwaage gelegt wird, wobei man keinen Blick für das hat, wie die Aussage eigentlich gemeint war. Es geht nicht darum, zu verstehen, was das Gegenüber gemeint hat, sondern einzig darum, die Aussage ad absurdum zu führen und den Aussagenden vorzuführen.

Fazit

Ein typischer manipulativer Fake-Check, in altbekannter Manier um Meinung zu machen; der sich schon im ersten Absatz polemisch mit einer aus dem Zusammenhang gerissenen unpräzisen und deshalb nach haarspalterischer Logik falschen Aussage und einem Selbstwiderspruch selbst disqualifiziert. Tönendes Erz. [9]

Fehlte nur noch das Ausschneide-Bildchen "Bhakdi ist doof" für Idioten und Facebook-Krieger am Ende des Artikels. Auch das gab es schon. [10]

Der Fehler, den Bhakdi gemacht hat ist die klassische Übertreibung von einem (gar) nicht verifizierten Test zu sprechen. Dabei gehe zumindest ich davon aus, dass jedes Produkt schon bei der Entwicklung (eingeschränkt) verifiziert wird, wie ich dies aus der Softwareentwicklung kenne. Später werden diese Verifizierungen dann formalisiert und mit Kriterien versehen, wann sie für einen gegebenen Qualitätsstandard als ausreichend verifiziert zu gelten hat. Da hätte Bhakdi von einem seiner Meinung nach "nicht ausreichend verifizierten Test" sprechen sollen.  

Es geht hier also "lediglich" um die Deutungshoheit, wann ein Test als ausreichend verifiziert zu gelten hat.

Bei dem Streit um die Testtiefe für die neuartigen Impfungen ist es übrigens die selbe Problematik. Einem Mitglied eines Impf-ethik-Ausschusses zu Folge müssten etwa 8 Jahre aufgewandt werden, um diese neuartige Impfung ausreichend abzusichern um die Wahrscheinlichkeit von Impfschäden ausreichend minimieren zu können. Das Thema ist also noch nicht vom Tisch.

Es geht grundsätzlich darum, dass um Streitfragen ordentlich debattiert werden und sich nicht eine Seite als etablierter Machthaber und Tyrann kaltschnäuzig hinstellt, seine Macht missbraucht, solche Dinge im Alleingang über die Kopfe des zu vertretenden Volkes und trotz legitimer Einwände von Spezialisten im Alleingang entscheidet. Aber genau dies geschieht in zunehmend totalitärer Art und Weise. Ein absolutes No-Go ist die Diffamierung der Kritiker und die Bedrohung ihrer Existenzgrundlage, die Entziehung von Berufszulassungen bei unerwünschten Meinungen oder Faktennennung. Ebenso die Praxis des Einsatzes von Manipulationstechniken in der Berichterstattung kann nicht akzeptiert werden. Es ist explizit festzuhalten, dass diese Praxis lange vor der Covid Krise ihre Anfänge hatte.

Schlusswort

Asche auf mein Haupt, ich gebe es zu, die anderen "Thesen" habe ich nur überflogen. Wie gesagt, das vorletzte  mal dachte ich auch schon, wenn das schon der Anfang war (...) - aber vielleicht kommt ja noch was. Das ganze hat dann aber in seiner haarsträubenden Art und Weise dann eher noch zugenommen bis die Pointe mit o.g. Meme erfolgte, die mich von meinem Leiden erlösen sollte - denn dann konnte ich wirklich nur noch lachen. Vielleicht poste ich diesen FakeCheck auch noch hier. (damals war es ein Beitrag vom SWR3) 

Das Wort zum Sonntag

Es zeigt sich im übrigen, wie hier Hetze und Spaltung betrieben wird. Denn nach streng logischen Regeln ist Bhakdi zu 100% falsch. [2] Dass er das so nicht gemeint haben kann, wie der Fake-Check das auslegt und wie der Fake-Check das manipulativ ausnutzt habe ich versucht hier darzulegen. 

Da kann man sich nun endlos drüber Zanken, ob der Herr Bhakdi nun Recht hat oder der Fake-Check. Ob der Herr Bhakdi nun ein Gott ist oder vollkommen blöd. Ja, darüber liese sich viel Zanken. Nicht. Natürlich ist er wie Gott. Beinahe. Amen. Fast so, wie die Regierung, die Deutungshoheit, das Murksel und der Drosten. Die sind die heilige Vier-Faltigkeit und unfehlbar. Amen. Nicht.

Verwendete Manipulationstechniken

Diese Techniken werden gezielt und zu Hauf in solchen "Faktenchecks" aber auch in anderen Hetzmedien eingesetzt, vor allem wenn es um Kriegspropaganda oder politische Meinungsbildung geht. 

[1] Herausgreifen und (oft beharrliches) Kleinreden des schwächsten Arguments, (ggf. ohne Richtigstellungen zu akzeptieren.)

[2] Haarspalterei

[3] Aus dem Zusammenhang reißen

[4] Selektive Authentizität

[5] Emotionalisierung

[6] Provokation

[7] Enttäuschen/Demoralisieren

[8] Vermeintliches Zugeständnis

[9] Falsche Gerechtigkeit (Bakdi hat unrecht, weil er sich falsch ausgedrückt hat)

[10] Dekadenz

[11] Meinungsfaschismus

[12] Anmaßung der Gottgleichheit/Unfehlbarkeit

[13] Salami-Taktik

Weiterführende Manipulationstechniken

Zu [13]: Diese Schrittweisen Zugeständnisse an die öffentliche Debatte erinnern mich an eine weitere Manipulationstechnik, wie sie in der Literatur beschrieben wird. Die ersten Faktenchecks waren weitaus katastrophaler, mittlerweile wird man etwas "gekonnter" und macht auch mal bestimmte Zugeständnisse wie die Sache mit dem gewichteten Wahr/Falsch Balken anstatt einer harten Ja/Nein Aussage. (Wenn man natürlich im durchschnitt bei 80% Falsch liegt hätte man sich diese Gewichtung gleich sparen können) Dieses schrittweisen, trägen Zugeständnisse, wobei stets eine Enttäuschung verpackt wird, bezeichnet man als (abgewandelte/kombinierte) Salamitaktik. Bei der Salamitaktik leugnet der Polemiker ständig die Sachverhalte und macht nur da Zugeständnisse, wo es sich absolut nicht vermeiden lässt. Diese Taktik soll den Gegner zermürben und demoralisieren. Die Anwendung dieser Taktik kann man erkennen, wenn man den gesamten Verlauf der Faktenchecks betrachtet, wie sie sich im Lauf der Zeit stilistisch und inhaltlich entwickelt haben. Dabei ist festzuhalten: Es handelt sich hier nicht um ein Gespräch von Mensch zu Mensch sondern um den öffentlichen Konsens, der erst durch die Berichterstattung in der Presse generiert wird. Die Manipulationstechnik wirkt nicht auf den Mensch als Individuum sondern auf die "Massenseele" wie von Le Bon in seinem Buch "Zeitalter der Massen" beschrieben ist.

Polemik wurde übrigens treffend beschrieben als Streit-"Kunst", bei der es dem Streitenden darum geht, eine Diskussion zu gewinnen, auch wenn er den inhaltlich falschen Standpunkt als solchen erkannt hat. Das ist zwangsfinanzierte Debattenkultur 2020. Dabei ist auffällig, dass manche Autoren die Fähigkeit verloren zu haben scheinen, zwischen einer ordentlichen Debatte und einem solchen Wulst aus Manipulation und "Lügen" zu unterscheiden. Anderswo wird das anscheinend bewusst, optimiert und profitabel betrieben. Dass einige Menschen diese Manipulationstechniken nicht kennen und nur merken "Da stimmt doch was nicht" bewirkt, dass das ganze dann als Lügenkonstrukt bezeichnet wird. Da den Leuten aber die Worte fehlen, um es zu treffend zu benennen werden sie frustriert und aggressiv. Diese "Wortraub" findet auch im Etablieren von Neusprech und dem Framing statt, wo man dann wieder die "Haarspalterei" ansetzen kann und die Unzutrefflichkeit des Begriffs (in dem Falle "Lüge") ankreiden kann.

Anmerkung

Falls ich morgen noch Nerv auf das Thema habe, werde ich eine Referenzliste für zumindest einige der getroffenen Aussagen / referenzierten Videos und Dokumente zusammensammeln. Da dies aber nicht einmal der ach-so-seriösen öffentlich rechtliche Staatsfunk macht, fühle ich mich nicht dazu verpflichtet. Außerdem geht es hier auch ein Stückweit um den Schutz der Informanten. Wer weiß, am Ende wird aufgrund meiner immensen Reichweite noch ein Youtube Video gesperrt. ;) Außerdem könnte man gefühlte drei dutzend redundante Aussagen entfernen. 

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